Erik von Malottki: Kinder, Jugend und Beteiligung in Neubrandenburg

Thema 7 von 10 · Wahlkreis 3 – Neubrandenburg II

Kinder, Jugend und soziale Infrastruktur: gute Angebote und echte Beteiligung

Was junge Menschen in Neubrandenburg brauchen und wie Bildung, Freizeit, soziale Unterstützung und Mitbestimmung miteinander verbunden werden können.

Leitfrage an Erik von Malottki Wie wollen Sie dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche in den Stadtteilen des Wahlkreises nicht nur gute Bildungsangebote erhalten, sondern auch verlässliche Schulsozialarbeit, Beteiligungsmöglichkeiten und eine starke soziale Infrastruktur vorfinden?

Die Zukunft einer Stadt entscheidet sich auch daran, ob Kinder und Jugendliche dort gute Bedingungen zum Aufwachsen finden. Im Wahlkreis 3 – Neubrandenburg II gehören Datzeviertel, Industrieviertel, Innenstadt, West, Vogelviertel und Reitbahnviertel zusammen. Junge Menschen erleben diese Stadtgebiete nicht nur als Wohnorte. Sie gehen zur Schule, nutzen Sport- und Freizeitangebote, fahren mit Bus oder Fahrrad, treffen Freunde und erleben unmittelbar, wie öffentliche Räume gestaltet werden.

Bei Erik von Malottki gibt es für dieses Thema belegte Anknüpfungspunkte. Bildung gehört zu seinen offiziell veröffentlichten Schwerpunkten. Auf seiner Kampagnenseite betont er insbesondere die Schulsozialarbeit und bessere Bedingungen für Kinder und Jugendliche. Aus diesen Aussagen darf jedoch nicht automatisch abgeleitet werden, dass er zu jeder einzelnen Jugendhilfe-, Freizeit- oder Beteiligungsmaßnahme bereits eine konkrete Position veröffentlicht hat. Deshalb wird das Thema bewusst aus belegten Positionen und offenen regionalen Fragen zusammengesetzt.

Schulsozialarbeit als verlässliche Unterstützung

Erik von Malottki nennt den Erhalt und die Ausfinanzierung der Schulsozialarbeit ausdrücklich als wichtiges Ziel. Schulsozialarbeit kann dort helfen, wo Unterricht allein nicht alle Herausforderungen auffängt. Sie unterstützt junge Menschen bei persönlichen und sozialen Problemen, kann Eltern beraten und als Verbindung zwischen Schule, Jugendhilfe und weiteren Angeboten wirken. Gerade bei Konflikten, familiären Belastungen oder schwierigen Übergängen kann eine verlässliche Ansprechperson entscheidend sein.

Für eine glaubwürdige politische Debatte reicht es jedoch nicht, Schulsozialarbeit nur allgemein zu loben. Entscheidend ist die langfristige Finanzierung. Schulen und Träger brauchen Planungssicherheit, Fachkräfte brauchen verlässliche Beschäftigungsbedingungen und Schülerinnen und Schüler brauchen Kontinuität. Eine zentrale Frage an einen künftigen Landtagsabgeordneten lautet deshalb, wie das Land solche Strukturen dauerhaft absichern kann.

Belegte Position
Von Malottki hebt Schulsozialarbeit ausdrücklich als wichtigen Bildungsbaustein hervor.
Aktuelle Entwicklung
Neubrandenburg hat 2026 einen Kinder- und Jugendbeirat dauerhaft in der kommunalen Struktur verankert.
Offene Frage
Wie können Land und Kommune verlässliche Jugendangebote, Beteiligung und soziale Infrastruktur gemeinsam stärken?

Kinder- und Jugendbeirat: Mitbestimmung wird verbindlicher

Neubrandenburg hat 2026 einen wichtigen Schritt bei der Kinder- und Jugendbeteiligung vollzogen. Die Stadtvertretung beschloss im Februar die Satzung für einen Kinder- und Jugendbeirat. Die Stadt beschreibt den Beirat inzwischen als offizielles Gremium, das die Interessen junger Menschen gegenüber Politik und Verwaltung vertritt. Junge Menschen zwischen 12 und 21 Jahren, die in Neubrandenburg wohnen, zur Schule gehen oder deren Alltag hier stattfindet, können dort beteiligt sein.

Der Beirat verfügt nach Angaben der Stadt über Rede- und Antragsrechte in zuständigen Ausschüssen. Damit geht die Beteiligung über symbolisches Zuhören hinaus. Junge Menschen erhalten eine institutionalisierte Möglichkeit, eigene Themen einzubringen. Grundlage ist auch das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern, das Kommunen verpflichtet, junge Menschen bei sie betreffenden Entscheidungen einzubeziehen.

Für Erik von Malottki ergibt sich daraus eine interessante Schnittstelle zwischen kommunaler Beteiligung und Landespolitik. Ein Landtagsabgeordneter kann den Kinder- und Jugendbeirat nicht steuern. Er kann aber regelmäßig das Gespräch suchen, Anliegen aufnehmen und transparent machen, welche Themen auf Landesebene weiterverfolgt werden. Gerade bei Schule, ÖPNV, Sportförderung oder sozialen Angeboten können junge Perspektiven wichtige Hinweise liefern.

Der Schulcampus Nord als Beispiel für Beteiligung

Beim Schulcampus Nord im Reitbahnviertel wurden Schülerinnen und Schüler bereits in Workshops an der Vorbereitung der Freiraumplanung beteiligt. Das Projekt zeigt, wie Beteiligung konkret aussehen kann: Junge Menschen äußern Anforderungen und Wünsche zu einem Ort, den sie täglich nutzen. Die Planungen für die Freianlagen verbinden Aufenthaltsqualität, Bewegung, pädagogische Nutzung und ökologische Anforderungen.

Solche Beteiligung ist besonders sinnvoll, wenn klar ist, wie Ergebnisse weiterverarbeitet werden. Junge Menschen sollten erfahren, welche Vorschläge übernommen werden, welche nicht und warum. Sonst entsteht schnell der Eindruck, Beteiligung sei nur ein Gespräch ohne Folgen. Gute Jugendpolitik braucht deshalb nicht nur Formate, sondern Rückmeldung und Transparenz.

Kita, Hort, Freizeit und Sport gehören zusammen

Die Vier-Tore-Stadt listet Kindertageseinrichtungen und Horte in verschiedenen Wohngebieten. Im Wahlkreis befinden sich Angebote in Innenstadt und West; auch der Hort am Reitbahnsee ist ein konkretes Beispiel. Für Familien ist entscheidend, dass Betreuung erreichbar und verlässlich ist. Gleichzeitig endet gute Infrastruktur nicht am Nachmittag in der Schule oder im Hort. Kinder und Jugendliche brauchen Sport, Jugendtreffs, Kultur, sichere Freiräume und Möglichkeiten, sich ohne Konsumzwang zu treffen.

Die Stadt fördert Kinder- und Jugendsport und unterstützt gemeinnützige Sportvereine. Solche Angebote tragen zu Gesundheit, Gemeinschaft und sozialer Integration bei. Landespolitik kann kommunale Angebote nicht ersetzen, aber Förderprogramme und finanzielle Rahmenbedingungen beeinflussen. Die Frage ist deshalb, welche Bereiche Erik von Malottki für besonders wichtig hält und wie er Kommunen bei langfristiger Finanzierung unterstützen will.

Junge Menschen brauchen sichere Wege

Zum Beginn des Schuljahres 2026/2027 wies die Stadt ausdrücklich auf die Sicherheit von Schulwegen hin. 467 Kinder wurden an den sechs städtischen Grundschulen eingeschult. Gerade für Erstklässlerinnen und Erstklässler sind sichere Querungen, übersichtliche Wege und rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr wichtig. Das Thema verbindet Jugendpolitik direkt mit Mobilität und Stadtplanung.

Auch ältere Jugendliche sind auf Mobilität angewiesen. Wer Ausbildung, Sportverein oder Freunde erreichen will, braucht Busverbindungen und sichere Radwege. Deshalb sollte Kinder- und Jugendpolitik nicht isoliert betrachtet werden. Sie überschneidet sich mit Bildung, Verkehr, Wohnen, Gesundheit und Stadtentwicklung.

Soziale Infrastruktur ist ein Standortfaktor

Familien entscheiden auch danach, ob ein Stadtteil gute Bedingungen für Kinder bietet. Für Unternehmen und Fachkräftegewinnung kann das ein echter Standortfaktor sein. Eine Stadt mit verlässlicher Betreuung, guten Schulen, Freizeitangeboten und Beteiligungsmöglichkeiten wirkt attraktiver auf Menschen, die dauerhaft bleiben oder zurückkehren möchten. Damit ist soziale Infrastruktur nicht nur Sozialpolitik, sondern Teil einer langfristigen Stadt- und Wirtschaftsentwicklung.

Für Erik von Malottki liegt die Herausforderung darin, seine belegten Bildungsschwerpunkte mit einem breiteren Blick auf junge Menschen zu verbinden. Welche Rolle sollen Jugendbeteiligung, Freizeitangebote, Sport, Schulwege und soziale Treffpunkte in seiner Landtagsarbeit spielen? Diese Frage ist offen und sollte von ihm selbst beantwortet werden.

Beteiligung muss im Alltag Wirkung zeigen

Für junge Menschen wird Mitbestimmung besonders dann glaubwürdig, wenn Ergebnisse sichtbar werden. Deshalb sollten Beteiligungsformate regelmäßig erklären, welche Vorschläge übernommen wurden, welche noch geprüft werden und welche aus rechtlichen oder finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden können. Das gilt für Schulhöfe ebenso wie für Freizeitflächen, Busangebote oder Stadtentwicklungsfragen. Erik von Malottki könnte als Landtagsabgeordneter dazu beitragen, Anliegen aus dem Kinder- und Jugendbeirat sowie aus Schulen und Jugendeinrichtungen in landespolitische Debatten einzubringen und anschließend über den Bearbeitungsstand zu informieren.

FAQ zu Kindern, Jugend und sozialer Infrastruktur

Ist Schulsozialarbeit ein belegtes Ziel?

Ja. Erik von Malottki nennt Erhalt und Ausfinanzierung der Schulsozialarbeit ausdrücklich auf seiner Kampagnenseite.

Hat Neubrandenburg einen Kinder- und Jugendbeirat?

Ja. Die Stadtvertretung beschloss 2026 die Satzung; die Stadt führt den Beirat inzwischen als offizielles Beteiligungsgremium.

Welche Rechte hat der Beirat?

Nach Angaben der Stadt besitzt er Rede- und Antragsrechte in zuständigen Ausschüssen und vertritt Interessen junger Menschen gegenüber Politik und Verwaltung.

Warum gehört Mobilität zu Jugendpolitik?

Weil Schulen, Ausbildung, Freizeit und soziale Kontakte nur erreichbar sind, wenn Wege sicher und Verkehrsangebote nutzbar sind.

Sind alle genannten Jugendthemen Positionen von Erik von Malottki?

Nein. Belegt sind insbesondere seine Bildungs- und Schulsozialarbeitsziele. Weitere lokale Themen werden als Fragen an ihn formuliert.

Geprüfte offizielle Quellen

Thema 7: Kinder, Jugend und Soziales

Eine kinder- und jugendfreundliche Stadt verbindet Bildung, Unterstützung, Freizeit, sichere Wege und echte Mitbestimmung.

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