Erik von Malottki: Energie, Innovation und Zukunftstechnologien in Neubrandenburg

Thema 9 von 10 · Wahlkreis 3 – Neubrandenburg II

Energie, Innovation und Zukunftstechnologien: neue Chancen für Neubrandenburg

Wie Industrieflächen, innovative Unternehmen, Hochschule und nachhaltige Standortentwicklung zu neuer Wertschöpfung beitragen können.

Leitfrage an Erik von Malottki Wie wollen Sie als möglicher Landtagsabgeordneter dazu beitragen, dass innovative Unternehmen und Zukunftstechnologien in Neubrandenburg wachsen können und sich daraus dauerhaft gute Arbeitsplätze und neue wirtschaftliche Chancen entwickeln?

Energie, Innovation und Zukunftstechnologien sind Thema 9 dieser Serie. Anders als Bildung, Gesundheit und Mobilität nennt Erik von Malottki diesen Bereich auf seiner aktuellen Kandidatenseite nicht als eigenständigen Hauptschwerpunkt. Deshalb wird ihm hier keine konkrete energiepolitische Position zugeschrieben. Die Relevanz ergibt sich vielmehr aus der tatsächlichen wirtschaftlichen Entwicklung Neubrandenburgs, insbesondere aus dem Industrieviertel, das vollständig zum Wahlkreis 3 gehört.

Gleichzeitig gibt es eine belegte Verbindung zu seinem Wirtschaftsthema. Erik von Malottki erklärt 2026, dass er den Wirtschaftsstandort Neubrandenburg stärken, Unternehmen bei ihrer Entwicklung unterstützen und gute Arbeitsplätze sichern möchte. Innovation kann dafür ein wichtiger Baustein sein. Welche Technologien und Förderinstrumente er konkret priorisieren würde, ist jedoch eine offene Frage, die er selbst beantworten muss.

Neubrandenburg besitzt eine industrielle Basis

Die Vier-Tore-Stadt beschreibt Neubrandenburg als wirtschaftliches Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte. Zu den stärkeren Branchen zählen unter anderem Zulieferer der Automobilindustrie, Maschinenbau für die Lebensmittelindustrie, Gesundheitswirtschaft und Dienstleistungen. Gleichzeitig zeigt der Tag der Industrie 2026, dass sich Unternehmen vor Ort intensiv mit Automatisierung, Digitalisierung, Forschung und neuen Energietechnologien beschäftigen.

Acht Unternehmen öffneten im Juni 2026 ihre Türen. Die Stadt nannte dabei unter anderem Fahrzeugtechnik, Lebensmitteltechnologie, Medizintechnik, Metallverarbeitung, Anlagenbau sowie Wasserstofftechnologien. Mehr als 300 Besucherinnen und Besucher nutzten laut Rückblick die Gelegenheit, Einblicke in moderne Produktion und Entwicklung zu erhalten. Das ist ein konkreter Hinweis darauf, dass Zukunftstechnologien in Neubrandenburg bereits Teil der wirtschaftlichen Realität sind.

Industrie
Neubrandenburg verfügt über bestehende industrielle Wertschöpfung und spezialisierte Unternehmen.
Innovation
Beim Tag der Industrie wurden unter anderem Digitalisierung, Forschung und Wasserstofftechnologien sichtbar.
Offene Frage
Welche landespolitischen Instrumente sollen aus Innovation dauerhaft Beschäftigung und Investitionen machen?

Ein grünes Gewerbegebiet als Entwicklungsansatz

Die Stadt arbeitet an der Revitalisierung und Aktivierung nicht ausreichend genutzter Flächen im Industriegebiet Ihlenfelder Straße/Warliner Straße. Besonders hervor hebt sie die Entwicklung eines sogenannten grünen Gewerbegebietes. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen wurden geschaffen; weitere Herrichtungs-, Sanierungs- und Erschließungsschritte sollen vorbereitet werden, um das Gebiet für Ansiedlungen zu qualifizieren.

Was „grün“ in der konkreten Ausgestaltung bedeutet, muss anhand der jeweiligen Planungen bewertet werden. Denkbar sind energieeffiziente Versorgung, erneuerbare Energien, ressourcenschonende Flächennutzung oder moderne Mobilitäts- und Logistikkonzepte. Diese Möglichkeiten dürfen aber nicht als bereits beschlossene Detailmaßnahmen dargestellt werden, wenn sie in der offiziellen Quelle nicht konkret benannt sind. Sicher belegt ist der Entwicklungsansatz der Stadt und das Ziel, zusätzliche gewerbliche Flächen nutzbar zu machen.

Innovation braucht Infrastruktur

Ein innovatives Unternehmen kann sich nur entwickeln, wenn grundlegende Standortfaktoren stimmen. Dazu gehören leistungsfähige Strom- und Datennetze, geeignete Gewerbeflächen, Verkehrsanbindung und zügige Genehmigungsverfahren. Gerade bei neuen Technologien kann außerdem der Zugang zu Forschungspartnern, Fachkräften und Förderprogrammen entscheidend sein.

Hier berührt das Thema unmittelbar die Landespolitik. Förderprogramme, wirtschaftspolitische Prioritäten, Infrastrukturinvestitionen und Verwaltungsverfahren werden teilweise auf Landesebene gestaltet. Erik von Malottki hat bereits veröffentlicht, dass er Unternehmen bei Fördermitteln und schnellen Entscheidungen in Schwerin unterstützen möchte. Für Thema 9 stellt sich deshalb die Anschlussfrage, wie er diese Rolle speziell bei innovativen Investitionen ausfüllen will.

Die Hochschule als Partner für Wissen und Fachkräfte

Die Hochschule Neubrandenburg kann bei Innovation eine wichtige Rolle spielen. Ihre Fachbereiche reichen von Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften über Gesundheit, Pflege und Management bis zu Landschaftswissenschaften, Geomatik sowie Sozialer Arbeit und Bildung. Forschung und akademische Ausbildung können Unternehmen mit Wissen, Nachwuchs und Kooperationsmöglichkeiten verbinden.

Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen kann die Zusammenarbeit mit Hochschulen interessant sein, weil nicht jeder Betrieb eigene große Forschungsabteilungen unterhalten kann. Studierende können über Praxisprojekte früh Kontakt zu Arbeitgebern bekommen. Absolventinnen und Absolventen können neue Kompetenzen in regionale Unternehmen tragen. Damit wird Hochschulpolitik auch zu einem Baustein von Innovations- und Fachkräftepolitik.

Zukunftstechnologien müssen Wertschöpfung vor Ort schaffen

Technologischer Fortschritt ist kein Selbstzweck. Für die Menschen im Wahlkreis ist entscheidend, ob Innovation zu stabilen Arbeitsplätzen, Ausbildungsmöglichkeiten und wirtschaftlicher Wertschöpfung führt. Deshalb sollte politische Förderung nicht nur auf Schlagworte reagieren, sondern nachvollziehbare Kriterien haben: Welche Investitionen entstehen? Welche Beschäftigung wird geschaffen oder gesichert? Welche regionalen Unternehmen profitieren? Welche Qualifikationen werden benötigt?

Eine solche Perspektive verbindet Innovationspolitik mit dem Thema gute Arbeit. Erik von Malottki hat tarifgebundene Beschäftigung und Fachkräftegewinnung als wichtige Punkte veröffentlicht. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, welche Bedingungen er an einzelne Technologieprojekte stellen würde. Auch hier muss die Trennung zwischen belegter Position und offener Frage erhalten bleiben.

Transformation verständlich und planbar gestalten

Neue Technologien verändern Produktionsprozesse und Berufsbilder. Das kann Chancen schaffen, verlangt aber Weiterbildung. Beschäftigte müssen die Möglichkeit bekommen, neue Kompetenzen zu erwerben. Unternehmen brauchen Planungssicherheit, wenn sie in moderne Anlagen investieren. Kommunen wiederum müssen wissen, welche Infrastruktur langfristig benötigt wird. Eine erfolgreiche Transformation verbindet deshalb Wirtschaftsförderung, Weiterbildung, Bildung und Infrastruktur.

Für einen Landtagsabgeordneten bedeutet das, nicht nur einzelne Förderbescheide zu begleiten, sondern eine langfristige Perspektive für den Standort einzufordern. Welche Branchen haben in Neubrandenburg besondere Stärken? Wo bestehen reale Ansiedlungschancen? Welche Flächen und Netze werden benötigt? Solche Fragen sollten auf belastbaren Daten beruhen und regelmäßig überprüft werden.

Innovationspolitik braucht klare Kriterien

Gerade bei Zukunftstechnologien besteht die Gefahr, dass politische Kommunikation schnell bei großen Begriffen stehen bleibt. Für Neubrandenburg sollte deshalb konkret geprüft werden, ob Projekte technisch tragfähig sind, zum Standort passen und reale wirtschaftliche Effekte erzeugen. Dazu gehören Investitionshöhe, Ausbildungs- und Beschäftigungsperspektiven, Energie- und Flächenbedarf sowie mögliche Kooperationen mit Hochschule und regionalen Unternehmen. Landesförderung sollte nachvollziehbare Ziele haben und regelmäßig bewertet werden. Erik von Malottki könnte in diesem Themenfeld besonders deutlich machen, wie er wirtschaftliche Entwicklung, gute Arbeit und verantwortungsvolle Flächennutzung zusammenbringen will, ohne einzelne Technologien ungeprüft zum Selbstzweck zu erklären.

Ein weiterer Punkt ist die Akzeptanz in der Stadtgesellschaft. Neue Industrie- oder Energieprojekte können Flächen, Verkehr und Infrastruktur verändern. Deshalb sollten Chancen und Belastungen früh transparent erklärt werden. Beteiligung bedeutet dabei nicht, jede Investition grundsätzlich infrage zu stellen, sondern nachvollziehbar zu machen, welche Vorteile erwartet werden, welche Auswirkungen geprüft wurden und welche Schutzmaßnahmen vorgesehen sind. Das erhöht die Planungssicherheit für Unternehmen und stärkt zugleich das Vertrauen der Bevölkerung. Transparenz ist damit auch ein Standortfaktor und kann Konflikte frühzeitig versachlichen und langfristige Investitionen gesellschaftlich besser transparent begleiten.

FAQ zu Energie und Innovation

Ist Energie ein offizieller Hauptschwerpunkt von Erik von Malottki?

Nein. Seine offiziell hervorgehobenen Hauptschwerpunkte sind Bildung, Gesundheit sowie Verkehr und Mobilität. Das Innovationsthema ergibt sich aus der regionalen Wirtschaftsentwicklung.

Welche Zukunftstechnologien sind in Neubrandenburg sichtbar?

Beim Tag der Industrie 2026 wurden unter anderem Wasserstofftechnologien, Automatisierung, Digitalisierung und moderne Produktionsverfahren vorgestellt.

Was plant die Stadt bei Gewerbeflächen?

Flächen an Ihlenfelder Straße und Warliner Straße sollen revitalisiert und für Ansiedlungen qualifiziert werden; die Stadt nennt dabei ein grünes Gewerbegebiet als Entwicklungsansatz.

Welche Rolle kann die Hochschule spielen?

Sie kann Fachkräfte ausbilden, Wissen bereitstellen und Kooperationen zwischen Forschung, Studierenden und Unternehmen ermöglichen.

Woran sollte Innovationsförderung gemessen werden?

An realen Investitionen, Wertschöpfung, Qualifizierung sowie gesicherten oder neuen guten Arbeitsplätzen und einer tragfähigen Standortentwicklung.

Geprüfte offizielle Quellen

Thema 9: Energie und Innovation

Innovation wird für Neubrandenburg dann besonders wertvoll, wenn aus neuen Technologien Investitionen, Qualifizierung und dauerhaft gute Beschäftigung entstehen.

Kommentare