Erik von Malottki: Demokratie und Beteiligung in Neubrandenburg II

Thema 10 von 10 · Wahlkreis 3 – Neubrandenburg II

Demokratie, Beteiligung und Zusammenhalt: alle Stadtteile zu Gehör bringen

Wie direkter Austausch, Stadtteilarbeit und verbindliche Beteiligungsformen zu einer nachvollziehbaren Politik für Neubrandenburg II beitragen können.

Leitfrage an Erik von Malottki Wie wollen Sie als Landtagsabgeordneter den regelmäßigen direkten Austausch mit den Menschen in allen sechs Stadtgebieten organisieren und dafür sorgen, dass ihre unterschiedlichen Anliegen tatsächlich in die Landespolitik einfließen?

Demokratie, Beteiligung und gesellschaftlicher Zusammenhalt bilden das zehnte Thema dieser Serie. Bei Erik von Malottki gibt es dafür eine klare, aktuell veröffentlichte persönliche Aussage. Auf der Kandidatenseite der SPD Mecklenburg-Vorpommern begründet er seine Landtagskandidatur damit, dass Mecklenburg-Vorpommern demokratisch bleiben müsse und er eine starke Stimme für Neubrandenburg sein wolle. Auch auf seiner eigenen Kampagnenseite verweist er auf die Bedeutung demokratischer Verantwortung.

Damit ist Demokratie für seine Kandidatur ausdrücklich belegt. Wie er den politischen Austausch im Wahlkreis 3 – Neubrandenburg II konkret organisieren will, ist jedoch eine weiterführende Frage. Der Wahlkreis besteht aus Datzeviertel, Industrieviertel, Innenstadt, West, Vogelviertel und Reitbahnviertel. Diese sechs Gebiete haben unterschiedliche Strukturen, Alltagserfahrungen und Interessen. Eine starke Stimme für Neubrandenburg muss deshalb nicht nur sprechen, sondern auch regelmäßig zuhören.

Beteiligung beginnt im Stadtteil

Neubrandenburg besitzt bereits Strukturen, die lokalen Austausch ermöglichen. Das Quartiersmanagement Nordstadt arbeitet in Reitbahnviertel, Vogelviertel und Ihlenfelder Vorstadt. Die Stadt beschreibt es als Vermittler zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern, Vereinen, Institutionen und Kommune sowie als Netzwerkknoten für gemeinschaftliche Aktivitäten. Im Stadtteilbüro Datzeberg erhalten Bürgerinnen und Bürger Informationen über Projekte und Unterstützung bei eigenen Ideen.

Solche Anlaufstellen sind wichtig, weil Beteiligung niedrigschwellig sein muss. Nicht jede Person besucht Sitzungen der Stadtvertretung oder schreibt ausführliche Stellungnahmen. Ein Gespräch im Stadtteil, eine Sprechstunde oder ein gut erreichbarer Ansprechpartner kann oft näher am Alltag liegen. Für einen Landtagsabgeordneten wären diese bestehenden Netzwerke natürliche Orte, um regelmäßig zuzuhören und landespolitische Themen verständlich zu erklären.

Belegte Position
Erik von Malottki nennt den Erhalt der Demokratie und eine starke Stimme für Neubrandenburg als Motivation seiner Kandidatur.
Lokale Struktur
Quartiersmanagement, Stadtteilbüro und Beteiligungsgremien schaffen bereits Anlaufpunkte.
Offene Frage
Wie werden Anliegen systematisch aufgenommen, weiterverfolgt und mit Rückmeldung an die Bürger verbunden?

Bürgersprechstunden als direkter Kontakt

Die Vier-Tore-Stadt organisiert 2026 Bürgersprechstunden der Bürgerbeauftragten an unterschiedlichen Orten. Termine fanden beziehungsweise finden unter anderem im Stadtteilbüro Datzeberg und beim Quartiersmanagement Nordstadt statt. Das zeigt einen einfachen, aber wichtigen Grundsatz: Verwaltung und Politik müssen dort ansprechbar sein, wo Menschen leben.

Für einen Landtagsabgeordneten könnte ein ähnliches Prinzip sinnvoll sein. Regelmäßige Sprechstunden in unterschiedlichen Stadtgebieten, mobile Termine oder öffentliche Gesprächsformate können verhindern, dass politische Präsenz nur auf die Innenstadt oder Wahlkampfveranstaltungen beschränkt bleibt. Welche Form Erik von Malottki tatsächlich wählen möchte, ist bislang nicht als verbindliches Konzept veröffentlicht und sollte deshalb als Frage offenbleiben.

Jugendbeteiligung zeigt, wie Mitwirkung verbindlicher wird

Ein aktuelles Beispiel für institutionalisierte Beteiligung ist der 2026 geschaffene Kinder- und Jugendbeirat Neubrandenburg. Die Stadt beschreibt ihn als offizielles Gremium mit Rede- und Antragsrecht in zuständigen Ausschüssen. Junge Menschen sollen damit nicht nur punktuell befragt werden, sondern eine feste Möglichkeit erhalten, eigene Anliegen in politische Prozesse einzubringen.

Dieses Modell enthält eine wichtige Lehre für Beteiligung insgesamt: Mitwirkung ist besonders glaubwürdig, wenn klar geregelt ist, wie Beiträge in Entscheidungen einfließen. Ein Gespräch allein genügt nicht. Menschen brauchen Rückmeldung darüber, was aus einem Anliegen geworden ist. Auch wenn ein Vorschlag nicht umgesetzt werden kann, sollte nachvollziehbar sein, warum.

Transparenz schafft Vertrauen

Politik kann nicht jeden Wunsch erfüllen. Gerade deshalb ist Transparenz so wichtig. Vertrauen entsteht nicht nur durch erfolgreiche Entscheidungen, sondern auch dadurch, dass Zuständigkeiten, Zielkonflikte und Grenzen offen erklärt werden. Ein Landtagsabgeordneter sollte beispielsweise deutlich machen, welche Frage beim Land, bei der Stadt, beim Bund oder bei einem anderen Träger liegt.

Für die Themen dieser Kampagne ist das besonders relevant. Bei Bahnprojekten wirken Land, Bund und Deutsche Bahn zusammen. Beim Schulbau ist die Stadt als Schulträger wichtig, während das Land schulpolitische Rahmenbedingungen setzt. Bei Krankenhausversorgung, Wirtschaftsförderung oder Wohnungsbau gibt es ebenfalls mehrere Ebenen. Wer diese Zuständigkeiten verständlich erklärt, trägt dazu bei, falsche Erwartungen zu vermeiden und politische Entscheidungen nachvollziehbarer zu machen.

Sechs Stadtgebiete – unterschiedliche Perspektiven

Der Wahlkreis ist städtisch, aber nicht homogen. Im Industrieviertel stehen Wirtschafts- und Flächenfragen stärker im Vordergrund. Die Innenstadt beschäftigt sich mit Handel, Wohnen und öffentlichem Raum. Reitbahnviertel und Datzeviertel haben eigene Quartiersstrukturen und soziale Themen. Im Stadtgebiet West und im Vogelviertel spielen Wohnentwicklung, Erreichbarkeit und Nachbarschaft eine wichtige Rolle. Gerade deshalb wäre es problematisch, den Wahlkreis nur aus einer einzigen Perspektive zu betrachten.

Ein verbindlicher Beteiligungsansatz könnte deshalb darauf achten, dass Termine und Gespräche über die Stadtteile verteilt sind. Zusätzlich könnten thematische Formate Menschen zusammenbringen, die ähnliche Anliegen haben: Jugendliche, Eltern, Beschäftigte, Unternehmer, Seniorinnen und Senioren, Vereine oder soziale Träger. Entscheidend bleibt, dass die Politik nicht nur sendet, sondern Rückmeldungen systematisch aufnimmt.

Zusammenhalt entsteht auch durch faire politische Debatte

Demokratischer Zusammenhalt bedeutet nicht, dass alle Menschen dieselbe Meinung haben. Unterschiedliche Interessen und politische Überzeugungen gehören zu einer offenen Gesellschaft. Entscheidend ist, dass Konflikte ohne Ausgrenzung und Gewalt ausgetragen werden, Fakten nachvollziehbar bleiben und demokratische Verfahren respektiert werden. Wahlkämpfe sind dafür ein wichtiger Test.

Diese Serie versucht deshalb bewusst, belegte Positionen und offene Fragen zu trennen. Wo Erik von Malottki eine Haltung veröffentlicht hat, wird sie benannt. Wo die Recherche lediglich ein relevantes regionales Thema zeigt, wird daraus eine Frage. Diese Form der Darstellung trägt dazu bei, politische Auseinandersetzung sachlich und überprüfbar zu halten.

Von Beteiligung zu politischer Rechenschaft

Nach einer Wahl endet demokratische Beteiligung nicht. Für einen Abgeordneten wäre es sinnvoll, regelmäßig darüber zu informieren, welche Anliegen aus dem Wahlkreis bearbeitet wurden, welche Gespräche stattgefunden haben und bei welchen Punkten Fortschritte oder Hindernisse bestehen. Solche Rechenschaft kann über öffentliche Termine, digitale Informationen oder Wahlkreisbüros erfolgen.

Für Erik von Malottki lautet die abschließende Frage dieser Serie deshalb nicht nur, wofür er steht. Sie lautet auch, wie er im Fall einer Wahl zeigen will, dass die Menschen aus allen sechs Stadtgebieten dauerhaft gehört werden. Ein nachvollziehbarer Kommunikations- und Beteiligungsansatz wäre ein wichtiger Maßstab für die versprochene starke Stimme Neubrandenburgs.

Ein nachvollziehbarer Beteiligungsrhythmus wäre ein konkreter Maßstab

Demokratische Nähe lässt sich besser beurteilen, wenn es verlässliche Routinen gibt. Regelmäßige Termine in verschiedenen Stadtgebieten, öffentlich dokumentierte Schwerpunkte und Rückmeldungen zu aufgenommenen Anliegen könnten zeigen, ob Beteiligung dauerhaft stattfindet. Für Erik von Malottki wäre ein solcher Rhythmus eine Möglichkeit, sein Ziel einer starken Stimme für Neubrandenburg praktisch auszugestalten. Entscheidend ist nicht die Zahl der Termine allein, sondern ob unterschiedliche Gruppen erreicht und Ergebnisse transparent zurückgespielt werden.

FAQ zu Demokratie und Beteiligung

Ist Demokratie ein belegter Teil seiner Kandidatur?

Ja. Die SPD-Kandidatenseite gibt als Begründung seiner Kandidatur ausdrücklich an, dass das Land demokratisch bleiben müsse und er eine starke Stimme für Neubrandenburg sein wolle.

Welche Beteiligungsstrukturen gibt es im Wahlkreis?

Unter anderem Quartiersmanagement Nordstadt, Stadtteilbüro Datzeberg, Bürgersprechstunden und den Kinder- und Jugendbeirat.

Hat Erik von Malottki bereits ein detailliertes Sprechstundenkonzept veröffentlicht?

Ein konkretes verbindliches Konzept für alle sechs Stadtgebiete ist bislang nicht belegt. Deshalb wird danach ausdrücklich gefragt.

Warum ist Rückmeldung nach Beteiligung wichtig?

Weil Menschen nachvollziehen sollten, wie mit ihren Anliegen umgegangen wurde und warum bestimmte Vorschläge umgesetzt oder abgelehnt werden.

Was bedeutet politische Rechenschaft?

Regelmäßig transparent zu machen, welche Themen aufgenommen, bearbeitet oder erreicht wurden und wo noch Hindernisse bestehen.

Geprüfte offizielle Quellen

Thema 10: Demokratie und Zusammenhalt

Eine starke Stimme für Neubrandenburg ist besonders glaubwürdig, wenn sie regelmäßig zuhört, Zuständigkeiten erklärt und transparent über Ergebnisse berichtet.

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